Frankreich öffnet seinen Markt für Wett- und Gewinnspiele im Internet

Glücksspiel

Der Haushaltsminister Éric Woerth hat am 6. Juni 2008 die Modalitäten für eine Öffnung des Marktes für Online-Geldspiele in der 2. Hälfte 2009 sowie die Vorstellung eines Gesetzesentwurfs im Herbst angekündigt.

Im 1. Halbjahr 2009 soll zum einen eine Regulierungsbehörde geschaffen werden, die mit der Vergabe von Zulassungen an Gewinnspielanbieter betraut werden wird. Zum anderen werden 3 Lizenzkategorien (Pferdewetten, Sportwetten und „bestimmte Casinospiele wie Poker, Blackjack und Roulette“) geschaffen werden. 

Anwender, die in einem der EU-Staaten über eine Lizenz verfügen, werden voraussichtlich nicht automatisch auch in Frankreich eine Zulassung erhalten. Im übrigen hätten Sportveranstalter die Möglichkeit für ihre eigenen Veranstaltungen selbst Online-Wetten zu organisieren. Von dieser Möglichkeit ausgenommen werden Vereine. Zum Kampf gegen illegale Seiten müssten die Kontrollen von IT-Daten und Geldtransaktionen verstärkt werden.

Die Öffnung des Marktes soll alle Online-Geldspiele und  -Sportwetten betreffen „mit Ausnahme von Lotterien und Spielautomaten“. Ebenfalls erlaubt sein sollen Online-Poker und „bestimmte Casinospiele wie Blackjack und Roulette“.

Für die Pferdewetten ändert sich am Prinzip der Wette im Wettbüro - wo die Quoten sich den Einsätzen anpassen - nichts. Für die anderen Online-Sportwetten schlägt der Minister das Einrichten einer Fixquote vor, so dass die „Française des Jeux“ ihr bisheriges Monopol in diesem Gebiet verlieren würde.

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