2 Tage-Woche & 1 Monat woanders

Zur Rückkehr aus dem Homeoffice setzt die deutsch-französische Kanzlei Qivive auf maximale Flexibilität und bittet ihre Mitarbeiter*Innen an nur zwei Tagen pro Woche ins Büro. Zudem ist bis zu einem Monat im Jahr die Arbeit an einem anderen Ort möglich.

Die Kanzlei und ihre Mitarbeiter:innen haben in den vergangenen 18 Monaten sehr viel im Hinblick auf Remotearbeiten (einige Kolleg*innen sind vollständig weggezogen) und die Arbeit im Homeoffice gelernt: Alle haben die hohe Flexibilisierung ihrer Arbeitsgestaltung genossen, die Kanzlei hat technisch einen massiven Schub in Richtung einer weiteren Digitalisierung der Prozesse bekommen.

Nach einer kanzleiinternen Umfrage, an der alle Mitarbeiter:innen teilnehmen und ihre Wünsche und Ideen einbringen konnten, hat die Kanzlei eine Lösung erarbeitet, um einerseits die für den Zusammenhalt notwendigen persönlichen Begegnungen zu ermöglichen und andererseits den Mitarbeiter:innen die positiv empfundene Freiheit zu bewahren.

Die Lösung sieht wie folgt aus:

  1. 2 Tage Präsenz im Büro (davon ein Tag fest).
  2. Die übrigen Tage frei wählbar zwischen Büro und Homeoffice.
  3. Ein Monat Arbeiten „ailleurs“ (an einem anderen Ort der Wahl in Deutschland oder Frankreich) – der Monat kann am Stück oder in Kalenderwochen über das Jahr genommen werden.
  4. Alle behalten ihren eigenen Schreibtisch – es gibt kein shared desk.

Für die Arbeit „ailleurs“ haben wir uns entschieden, weil wir gemerkt haben, wie gut es tut, auch mal ganz den Wohnort zu wechseln. Diese Lösung kann sich beispielsweise anbieten, um einfach einmal für ein zwei Wochen an einem schöneren Ort zu arbeiten oder etwa um mit seinen Kindern zu den Eltern zu fahren, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen. Sie ist damit „Balsam für die Seele“ und soll auch langfristig helfen, mit dem bisweilen stressigen Alltag besser klar zu kommen.

Wir haben so tolle Mitarbeiter:innen, dass es uns ein Herzensanliegen war, alles Positive aus der Corona-Krise auch in die Zeit nach der Pandemie herüberzuretten. Natürlich war es nicht einfach, einen Kompromiss zu finden zwischen den zum Teil widerstreitenden Interessen zwischen Mitarbeiter:innen und Kanzlei. Wir haben nun eine Lösung gefunden, die sehr gut zu uns allen passt und freuen uns sehr, dass sie so gut angenommen wurde.

Dr. Christophe Kühl

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