Mit Kind und Kegel nach Nizza

Emilie Wider über ihre Work-Life-Balance

Ich habe 2005 bei Qivive angefangen und bin heute nach 16 Jahren dort immer noch glücklich. Zum großen Teil sicherlich, weil mir immer Unterstützung geboten worden ist, um private Projekte mit dem Beruflichen zu verbinden. Ein solches Projekt begann 2013 in meinem Kopf und endete 2018 unter Palmen und mit Blick aufs Mittelmeer: ein ganzes Jahr in Nizza samt Familie und Job! Als Deutsch-Französin wollte ich meinen zwei Kindern ebenfalls die Möglichkeit geben, beide Kulturen gut kennenzulernen. Und so kamen mein Mann und ich auf die Idee, ein Schuljahr in Frankreich zu verbringen. Als Lehrer konnte mein Mann ein Sabbatjahr einreichen, ich wollte aber weiterhin für die Kanzlei tätig sein. Unsere Kinder sollten in eine französische Grundschule eingeschult werden.

Qivive unterstütze das Vorhaben.

Wir hatten ein paar Jahre, um es vorzubereiten. Ein Sabbatjahr als Lehrer muss man schon einige Jahre im Voraus beantragen. Und so konnten wir ganz in Ruhe das Ziel auswählen, es mit der Kanzlei besprechen, eine Unterkunft, eine Schule, und Räumlichkeiten für meine berufliche Tätigkeit suchen, die Qivive extra angemietet hat. 

Im Juli 2018 war es so weit: Das Jahr in Nizza konnte beginnen! Zunächst mit einem Monat Sonderurlaub, um den Umzug zu machen und die Gegend zu erkunden, bevor die Schule begann. 

Wir verliebten uns sofort in diese so vielfältige Gegend. Nicht nur das Meer war großartig, sondern auch das Hinterland, mit tollen Wasserfällen, Berglandschaften, und, und, und!

Das Jahr verbrachten wir treu nach dem Prinzip: Alles sehen, alles probieren, alles entdecken!

Beruflich wurde ich Vorreiterin in Fernarbeit, eine gute Vorbereitung für Corona! Ich arbeitete von Nizza aus, mit Videokonferenzen konnte ich aber an dem Alltag der Kanzlei in Köln problemlos teilnehmen. Jeden Monat flog ich für ein paar Tage nach Köln, um wichtige Termine wahrzunehmen und vor allem die Kolleg*Innen wieder zu sehen. Ich bekam auch Besuch von Christophe Kühl / Kollegen.

Meine üblichen Gerichtstermine in Frankreich konnte ich von Nizza aus gut antreten. 

Die Kinder tauchten komplett in den französischen Alltag ein, lernten das französische Schulsystem kennen und wurden in dem Jahr perfekt zweisprachig sowie mein Mann auch. 

Als nach einem Jahr die Rückkehr anstand, waren wir dennoch nicht unglücklich. Das Jahr hatten wir voll und ganz ausgekostet, waren aber auch froh, unser Leben und unsere Freunde in Köln wieder zu finden. 

Zwei Jahre nach unserer Rückkehr bleibt das Fazit unverändert: Wir haben so viel Neues kennenlernen dürfen, das hat uns alle vier sehr bereichert. Unser Motto haben wir nach Deutschland einfach mitgenommen. Jetzt heißt es auch hier: Alles sehen, alles probieren, alles entdecken!

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